Das Video zum Feldaufenthalt II

Fragment10 - Kunst - das ist ein kontemplativer Akt.

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Wenn der Bart nicht zum Strategen kommt, dann muss der Stratege eben zum Barte.


The truth about traveling - vom Reisen


The truth about traveling - vom Reisen - es gibt kein Reisen mehr, er gibt keinen Weg mehr, es gibt nur noch Zeit die überbrückt wird, möglichst rasch, ein ausfransen der Zeit muss verhindert werden, KILOMETER sind SEKUNDEN, sind MINUTEN, sind STUNDEN. Die Entfernung kann nicht überbrückt werden, wenn Sie allein in Zeit gemessen wird, wenn der Weg zur Zeiteinheit wird, dann erreichen wir keine räumlichen Ziele mehr "vom Reisen"
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Broadcating Sprachrauschen Belgien


"This is a 6x7 (= 42) medium format -The Elephant - and some Wind of History."


(Neu mit Doku)
Innerhalb der galloromanischen Sprachgruppe hat das Wallonische die meisten germanischen Spracheinflüsse. Verwirrend ist, dass auch das "Hochfranzösisch" sometimes als Wallonisch bezeichnet wird. Das eigentliche Wallonisch ist kein Dialekt, sondern wohl eher eine eigenständige Sprache. Phonetisch gesehen kann von einer "Klangfarbe" des hohen Mittelalters gesprochen werden (unter Vorbehalt). Nur noch wenige Belgier sprechen wirklich Wallonisch, dies sind vor allem die Älteren. Nach Schätzungen wird davon ausgegangen, dass 30 - 40 % der frankophonen BelgierInnen Wallonisch sprechen können. Bei den unter 30-jährigen wird allgemein von nur noch 10 % ausgegangen.

Wie auch immer: Verbreitung.


Die Interferenzen der Sprache, eben das Sprachrauschen, wird weiter ein Mythenrauschen Lieblingsthema bleiben.Dabei sollte man nicht nur an klassische Sprachverfomungen denken, sondern z.B. auch an den sog. "Slang" bestimmter Subkulturen, dies sind spezielle Dialekte, die aus modernen, noch garnicht als Kultur im traditionellen Sinne verstandenen, gesellschaftlichen Formationen, meist in den großen Städten, hervogehen. Ein sehr bekanntes Projekt in diesem Zusammenhang ist beispielsweise das Urban Dictionary. Manchmal kommt es zu Wortneuschöpfungen, tatsächlich geht es aber meist um die Melodie einer Urbanen Sprache, eines Slangs, der seinen Hintergrund in der zunehmenden Fragmentierung der Gesellschaften hat. Mit Hilfe der Sprache kann eine Abgrenzung zu anderen Gruppen vorgenommen werden, dies stärkt den Zusammenhalt und das gemeinsame Identitätsgefühl einer Gruppe nach innen. Insbesondere bei Gruppen, die aus verschiedenen Gründen an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden, oder werden ist dieses Phänomen zu beobachten. Die Anzahl der Wortneuschöpfungen steigt proportional mit dem "randständig Faktor".

Oft entstehen diese Sprachfarben so auch als, mehr oder weniger unbewusste Reaktion auf das Diktat der Mehrheitskultur. Manche dieser Dialekte werden früher oder später akzeptiert und finden so Eingang in die Mehrheitssprache. "Was guckst du".

Wunderbar, aus künstlerischer Sicht ist das subversive Potential welches ein indifferentes Springen zwischen all diesen Sprachformationen erzeugen kann. So wird das vermeintlich "besondere" der Urban Dialects konterkariert. Die "(Sprach)kunst" bleibt als eigentlich subversive Kraft, weil sie alle Sprachinterferenzen verinnerlicht und hinterfragen kann, da die Kunst selbst nur die Kunst als Sprache kennt. Diese "Sprache" aber entzieht sich in fortschrittlichen Arbeiten der konkreten Sichtbarkeit und verweist auf einen abstrakten, nur mehr gedachten Zusamenhang, der durch seine Flüchtigkeit ungreifbar wird, nur im Hirn des Rezipienten, zeitversetzt wirkt. So sind es die Gedanken des Rezipienten, die die Interpretation steuern, er, der Rezipient, wird auf sein eigenes reaktionäres (im physikalischen Sinne) Wesen zurückgeworfen, während die Kunst schon den nächsten Streich plant. Wenn er noch glaubt die Kunst "sage" ihm dies und dies, ist er in Wahrheit längst mit sich selbst beschäftigt, ein unsichtbarer, subversiver, entblößender Kunstvirus, der durch Humor gutmeinend gewendet wird. Trapping around


Letztlich tendieren natürlich alle (Sprach)Identitäten zur "spießigen" Verkrustung, da sie mit zunhemender Wirkmächtigkeit ihre Durchlässigkeit und Dynamik verlieren.

Aufgrund seiner besonderen politischen, linguistischen und historischen Situation ist Belgien hier äußerst interessant.
Gleichzeitig ist es der Sitz der wichtigsten EU Organe, und macht so die Komplexität und die Spannungen der weiteren europäischen Einigung exemplarisch deutlich. Gerade Süd-Ost-Belgien mit dem Dreiländer Eck D-B-NL ist ein Kristallisationspunkt europäischer Geschichte, wie es ihn selten gibt. Dabei sind wir bisher noch nicht bei den Konflikten der Niederländischen Protestanten mit den Limburgischen Katholiken angelangt, denn wir haben die Zeit im Bonnefantenmuseum vetrödelt, unter anderem bei Roman Signer,("Ob es gewaltig oder lächerlich wird, ist mir egal", Roman Signer.) der in diese Region passt, auch wenn es diesmal die eher Kontemplative Wasserinstallation war. Roman Signer erhielt unter anderem den Kunstpreis der Stadt Aachen 2006.
Grüezi mitanand. ()


Video: (cst,lhb)
Text: (lhb)
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