Ebertplatz Reloaded 1
Am Ebertplatz - ja man könnte meinen der Ebertplatz gehört zur Mythenrauschen Standardspielwiese, jedenfalls gibt es in der Redaktion einige ältere Herrschaften, die sich sogar noch an die aus 2003 stammende Arbeit "All Stars are not enough" erinnern. Das Bildnis allerdings ist verschwunden. Deshalb hier die Bidbeschreibung:
Am Ebertplatz befindet sich dieser Brunnen, der irgendwie an etwas planetarisches erinnert, an eine Art Hymne des urbanen Kosmonauten, ja Kosmonauten, denn für einen Astronauten ist das irgendwie zu abstrakt, da müsste dann schon eine Rakete dort stehen, nicht diese himmelwärtsstrebenden silbernen Röhren, mit Satellitenschüssel Flächen an ihrem Ende. Der Ebertplatz eine Abschussrampe, oder eine urbane Radioempfangseinheit, wenn man ihn nicht gleich ganz, samt seiner verschlungenen Betonkonstruktionen, verkehrsumtost, zum Raumschiff inmitten dieses seltsam ausfransenden Eigelsteinendes und Nippesanfangs erklärt. Ein echter Dinosaurier der Stadtentwicklung, der aufgrund seiner konsequenten Betonlastigkeit das Zeug zum Symbol hat. Ein eigentliches Wuchtwerk, beinahe in Vergessenheit geraten, verschwunden im Niemandsland der Stadt. Ein paar rote Converse platziert auf den Röhren des Brunnens, in Besitz genommen, durch die lakonische Leichtigkeit des Popmythos der "Urban Converse", dem Kampfstiefel des Pop. Man sieht im Bild die sich im Hintergrund verlierenden Röhren, der Blick gestoppt durch das Rot der Schuhe. Ein Farbfoto, ;), dessen einzige Farbe der rote Schuh zu sein scheint. Das Foto gehörte zur Serie "UnitDelta" aus 2002-2004 einer seltsam chaotisch anmutenden Bedienungsanleitung zur Erzeugung Urbaner Performances, vor dem Hintergrund der in die Ewigkeit des Raumes übersetzten Transparenz der betonierten Stadt. Der Text zu dem Abschintt Ebertplatz war dieses Fragment:
"All Stars are not enough"
"Deine Converse, das war in New York. Wir sind den ganzenTag durch die Stadt gerannt. Du hattest Freunde in der Stadt, weisst du noch? Wir haben diese blöde Adresse nicht gefunden und sind dann an diesem absolut runtergekommenen Kunstambaubrunnen gelandet. Wir waren verliebt, mein Gott - an dem Teil saßen wir stundenlang, sind drum-herum gerannt. Dann haben wir dieses Spiel erfunden: Wir mussten immer genau zwischen den Röhren die Füsse absetzen und dann zwei von den Dingern überspringen. Ich bin bestimmt, ach so oft, auf die Nase gefallen. Das war dein Siegerfoto - ich bin mit dem Selbstauslöser nicht klargekommen, sonst läg ich dir zu Füssen."
Einen ganz kleinen Fotoschnipsel haben wir dann doch noch gefunden:

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